Hilfsprojekt

2026

Sommercamp für Kriegskinder aus der Ukraine

Sommercamp Logo

Askold Kvjatkovskiy

Der Saxofonist Askold Kvjatkovskiy

Wer hat die verheerenden Folgen der wochenlangen, russischen Angriffe auf die gigantischen Stahlwerke in Mariupol nicht mehr vor Augen. Schlussendlich haben die Arbeiter und ihre Bewohner dem ständigen Druck nicht mehr standgehalten und Mariupol wurde evakuiert. So erging es auch Askold Kvjatkovskiy, er hatte ein Unternehmen, als Event u. Catering Agentur und ist ein begnadeter Berufsmusiker, der Landesweit bekannt ist. Wie alle anderen Bewohner stand auch er von heute auf morgen vor dem Nichts. In der Zeit der Besatzung Mariupols musste er seinen Vater auf dem Hof des Hochhauses, in dem er damals mit seinen Angehörigen wohnte, beerdigen. Was im blieb, das war sein Saxophon und eine Mission, der er sich fortan ohne Wenn und Aber verschrieben hat. Er ist ein gläubiger Christ. Als er es mit seiner Familie geschafft hatte sich aus Mariupol in Sicherheit zu bringen, habe, so sagt er, Gott ihn aufgefordert: „Fahre zurück und rette andere Zurückgebliebene“. Das hat er gemacht, mehr als 8000 Menschen verdanken ihm ihr Leben, und der in Dnipro lebende Askold Kvjatkovskiy wird in der Ukraine als Kriegsheld verehrt.

Seine Mission war damit noch nicht abgeschlossen. Im Gegenteil, mit Unterstützung der UKE Foundation, und eines in den USA lebenden Freundes, aber vor allem durch seinen selbstlosen Einsatz, ist es ihm gelungen, ein europaweites Netzwerk an Hilfsprojekten für traumatisierte Kriegskinder aus der Ukraine aufzubauen.

Camps

Ob in Litauen, Rumänien, Griechenland, Polen oder in der Schweiz, in nahezu fast jedem europäischen Land werden Sommercamps für Jungen u. Mädchen zwischen 10-14 Jahre organisiert. In der Gemeinschaft, ohne Gefahr und Kriegsterror können sie ihre Erlebnisse verarbeiten, unbeschwert sein und wieder Freude und Spaß am Leben empfinden. Am Ende eines jeden Camps fließen immer reichlich Tränen und allen fällt der Abschied schwer. Was bleibt ist bei allen Beteiligten große Dankbarkeit.

Rückgrat der Initiatoren sind die Christlichen Gemeinden mit ihren ehrenamtlichen Helfern. Ohne deren Mitwirkung die Sommercamps für traumatisierte Kriegskinder aus der Ukraine nicht durchführbar wären.
Askold Kvjatkovskiy hat mit der Christusgemeinde Wildeshausen einen weiteren Partner gefunden, um seine Projekte voranzutreiben. Ihn und den gebürtigen Mariupoler Serii Serdiuk, heute in Sandkrug wohnhaft, verbindet eine lange Freundschaft. Mit Pastor Wladimir Krasnikov aus der Christusgemeinde Wildeshausen schließt sich der Kreis. Alle verbindet der Glaube und der Wunsch Kinder zu helfen. Neben den ehrenamtlichen Helfern, werden die Sommercamps vor allem von seiner Tochter, Ina Krasnikow-Radloff sowie ihrem Mann, Norbert Radloff, organisiert und betreut. Herr Askold Kvjatkovskiy kam erstmals 2024 als Kriegs-Seelsorger zusammen mit 18 evakuierten und traumatisierten Kindern und Jugendliche aus Mariupol in die Gemeinde. Ohnehin handelt sich immer um Kinder aus dem evakuierten Mariupol, die in der gesamten Ukraine untergekommen sind und von ihm für die Teilnahme an den Sommercamps kontaktiert werden. Er weiß zu berichten, dass es sich nicht nur um seelisch traumatisierte Jungen und Mädchen handelt, sondern auch verletzte und misshandelte Teilnehmer seien darunter. Auch Kinder, deren Väter sich an der Front, in Gefangenschaft befinden, und/oder im Krieg verstorben sind. Im Camp werden sie seelsorgerisch betreut. Jemanden die Wahrheit in einem gesicherten Umfeld anzuvertrauen, verändert die Kinder. Schon nach wenigen Tagen kommen die Kids Stück für Stück aus sich heraus. Sie können spielen, lachen und einfach wieder Kind sein und das Leuchten in den Augen kehrt zurück.

Rückmeldungen von ukrainischen Eltern sind jedes Mal überwältigend. Der emotionale und physische Zustand ihrer Kinder hat sich während des Aufenthaltes im Camp signifikant verbessert, so berichten sie voller Glück und Dankbarkeit. Stellvertretend drei Chatverläufe von vielen.

Screenshot einer Nachricht 01
Screenshot einer Nachricht 02

Unterstützer

Einen ganz besonderen Dank möchte die Christusgemeinde aber allen ehrenamtlichen Helfern und vor allem den Spendern u. Unterstützern aussprechen. Ohne sie wäre die Durchführung eines Sommercamps nicht zu erreichen, zu groß sind die finanziellen Herausforderungen, die jedes Jahr auf die Gemeinde zukommt. Ein 10tägiges Camp für rd. 25-30 Kinder, mit all den Leistungen (Unterbringung, Verpflegung, Tagesausflüge nach Bremen, an die Nordsee und andere Aktivitäten belasten das Budget der Gemeinde übergebührend, sodass man auf Spenden zwingend angewiesen ist. Es ist anzumerken, dass die traumatisierten Jungen und Mädchen nicht in Gastfamilien unterbracht werden, diese wären mental überfordert. Die Kinder können in der Gemeinschaft ihre Sorgen und Nöte teilen, aber vor allem die Freude wieder zurückgewinnen, deshalb leben alle in einem großen Ferienhaus.

Sommercamp

Gruppenfoto des Sommercamps

Ukrainischen Frauen aus Harpstedt kochen gemeinsam mit Frauen aus der Gemeinde für die Kinder und Betreuer. Die Freizeit wird mit Basteln, Malen und bei Musik verbracht, vor allem der Spaß steht im Vordergrund.

Wie viele traumatisierte Mädchen und Jungen im Alter von etwa zehn bis 14 Jahren jedes Jahr kommen können, wie komfortabel sie untergebracht werden und wie attraktiv das Ausflugsprogramm sein wird, hängt maßgeblich von der Höhe der finanziellen Unterstützung ab. Alle Verantwortlichen wissen, wie sehr die vormals in Mariupol beheimateten Kinder die Auszeit nach all den schrecklichen Kriegserlebnissen genießen. Das unterstreichen die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren. Deshalb werden von der Christusgemeinde alle Anstrengungen unternommen, um Jahr für Jahr das Sommercamp mit einer nahezu gleichbleibenden Teilnehmerzahl auszurichten. Die jährliche Planungssicherheit spielt für die Initiatoren eine elementare Rolle und beeinflusst maßgeblich den nachhaltigen Erfolg der Projekte.

Sorgen Sie für leuchtende Augen, viel Freude, schöne, unvergessliche Augenblicke, der Jungen und Mädchen aus Mariupol.

Wir sagen ein herzliches Dankeschön für Ihre Mithilfe

Empfänger: Christusgemeinde u. Missionswerk e.V. Wildeshausen
Konto mit der IBAN DE76 2806 6214 0020 0123 00
Verwendungszweck: („Camp für Kriegskinder -farbenrausch-“)
Absender: Spendername u. Anschrift

Spendenbescheinigungen werden am Jahresende ausgestellt.

(PDF öffnet sich in neuem Fenster)

Die Christusgemeinde u. Missionswerk e.V. Wildeshausen steht für mehr, als das „Sommercamp für Kriegskinder“

(PowerPoint öffnet sich in neuem Fenster)


Durch Ihre finanzielle Mithilfe fördert die Galerie die Ausrichtung des 10tägigen Sommercamps und unterstützt regionale Kinder-Hilfsprojekte sowie Organisationen.

Gemeinsam mit der Künstlerin, Frau Katrin Zettermann, gestalten wir mit den Jungen und Mädchen ein Workshop im kleinen Waldatelier, von Nordwohlde.


Rückblick: Sommercamp 2025

Rückblick des Sommercamp 2025 - Gruppenfoto

Sommerkamp 2025 – Station im kleinen Waldatelier, Nordwohlde – die Jungen und Mädchen haben ihre eigenen T-Shirts gestaltet und anschließend ihre Wünsche und Träume an einem sog. „Wunschbaum“ befestigt.

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Rückblick des Sommercamp 2025 -
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Abschied

der erste Tag des 10tägigen Aufenthaltes neigt sich dem Ende zu. Alle haben es sichtlich genossen. Bei herrlichem Wetter konnten die Kids schöne, gemeinsame Stunden verbringen. Ein großes Dankeschön an die Gastgerberin, Frau Zettermann, und an das Betreuerteam.

Rückblick des Sommercamp 2025 - Abschlussfoto